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Ist es möglich, dass bei entsprechenden Unterschriftenregelungen ein Nachweis von z.B. zwei Personen in einem Unternehmen mit der gleichen Rolle signiert wird?
Die BMU-Schnittstelle sieht vor, dass an jeder Stelle, wo signiert werden kann, zwei Personen unterschreiben können. Modawi und der SecPKIServer bzw. der SecSigner unterstützen das 4-Augen Prinzip.
Was ist eine Massensignatur/Massensignaturkarte? Was ist eine Stapelsignatur?
Mit einer Massensignaturkarte ist es möglich, Dokumente hintereinander zu signieren, ohne erneute PIN-Eingabe. Diese Karten werden im Kartenlesergerät für eine bestimmte Anzahl von Signaturen oder für eine bestimmte Zeit freigeschaltet.
Eine Stapelsignatur ermöglicht es, einen Stapel von Dokumenten nacheinander zu signieren. Unter gleichzeitiger Verwendung einer Massensignaturkarte kann damit ein Stapel von derzeit maximal 25 Dokumenten mit einer einzigen PIN-Eingabe signiert werden.
Welches Zertifikat benötigt man zur Einrichtung eines Postfaches bei der ZKS?
Abhängig von den Nutzungsbedingungen Ihres Trustcenters benötigen Sie eventuell zur Einrichtung eines Postfaches bei der ZKS ein Zertifikat für Personengruppen (Team- oder Gateway-Zertifikat). Bitte erfragen Sie bei Ihrem Trustcenter, welchen Typ Sie benötigen.
Grundsätzlich benötigen Sie für jedes Ihrer Postfächer ein eigenes Zertifikat, welches Sie bei der ZKS bekannt machen müssen.
Welches Zertifikat muss für die Kommunikation mit den Postfächern im Länder-eANV angegeben werden?
Das Länder-eANV besitzt ein eigenes Zertifikat. Um das zu erhalten, benötigen Sie die folgenden Daten:
Behördliche Nummer (mit Prüfziffer): ALEANV0019
Rolle: PROV
Um das eigentliche Zertifikat zu bekommen, müssen Sie nun eine Adressanforderung mit den obigen Daten an die Behörde schicken. Mit dem erhaltenen Zertifikat können Sie dann das Dokument mit den folgenden Parametern an das eANV-Länderverzeichnis verschicken:
behNummer = <eigene Nr.>
roleId = <eigene Rolle>
behNummerProv = ALEANV0019
roleIdProv = PROV
Wie erhalte ich Zertifikate für die OSCI-Kommunikation mit anderen Beteiligten von der ZKS?
Ein Postfach ist bei der ZKS durch die folgenden vier Werte eindeutig identifiziert:
- Behördiche Nummer Prüfziffer
- Rolle
- Behördliche Nummer Prüfziffer des Providers
- Rolle des Providers
Sind diese Werte nicht oder unvollständig bekannt, muss eine "Adressanfrage" an die ZKS geschickt werden. Mit diesem Dokument können verschiedene Daten (z.B. Name, Adresse des Abfallbeteiligten) übermittelt werden, aus denen dann eine Menge von Treffern/Übereinstimmungen ermittelt wird. Diese Treffer werden von der ZKS in einer "Adressantwort" zurück gesendet. Die "Adressantwort" enthält unter anderem die vier oben beschriebenen Werte des Beteiligten. Die "Adressantwort" enthält nocht nicht das Verschlüsselungszertifikat des Beteiligten für die OSCI-Kommunikation.
Sind die vier oben beschriebenen Werte des Beteiligten bekannt, muss eine "Adressanforderung" an die ZKS geschickt werden. Die Antwort der ZKS ist eine "Adressauskunft" und enthält Adressinformationen, wie z.B. das Verschlüsselungszertifikat, zum Beteiligten.
Alternativ kann ab der Modawi-Version 3.2.11.x die Methode retrieveAllAddresses() verwendet werden. Diese stellt automatisch eine "Adressanfrage" und "Adressanforderung" bezüglich des als Parameter übergebenen Beteiligten.
Wie ist die Verwendung eines Vorlage-Layers vorgesehen?
Der Vorlagenlayer in einem Layer-Dokument kann z.B. wie folgt verwendet werden: Ein Beförderer oder Entsorger füllt den BGS-Vorlagenlayer als Dienstleistung für den Erzeuger aus, so dass dieser einen Erzeugerlayer hinzufügt, bei Bedarf Daten ändern kann oder nur signiert. Ebenso kann eine eigene Abteilung oder ein externer Dienstleister den Vorlagenlayer ausfüllen. Der Vorlagenlayer kann signiert werden.
Im EN/SN enthält der Vorlagenlayer nur das Deckblatt und die VE, jedoch keine AE. Deckblatt und VE können analog zu der Beschreibung beim BGS verwendet werden.
Der ENSNVorlagenlayerRE dienst zur Aufnahme von EN/SN-Daten für ein Registerdeckblatt z.b. bei freiwilliger elektronischer Registerführung für nicht nachweispflichtige Abfälle. Für weitere Hinweise zur Registerführung wird auf die „Konkretisierenden Hinweise zur BMU-Schnittstelle“ verwiesen.
Wie kann ich alte BGS oder UNS-Nummern aus dem Papierverfahren weiter verwenden?
Um alte Begleitschein- oder Übernahmeschein-Nummern aus dem Papierverfahren auch im elektronischen Nachweisverfahren verwenden zu können, kann bei einer BGSNummer die Ziffernfolge "19" und bei UNSNummern "29" voran geschrieben werden. Weiterhin können für die NWL-Nummern die Ziffern "99" voran geschrieben werden. Somit haben die Nummern eine Länge von 14 Zeichen zzgl. Prüfziffer und können für das elektronische Verfahren verwendet werden.
Wie kann ich mich bei der ZKS initial registrieren, wenn ich noch keinen Zugang besitze oder mich nicht über einen Provider registrieren lasse?
Über das Länder-eANV ist es möglich, sich initial zu registrieren. Für diesen Vorgang ist kein Zugang für das Länder-eANV notwenig.
Wie kann ich mich über aktuelle Probleme bei der ZKS informieren?
Wie sieht die Layerabfolge bei den verschiedenen Layer-Dokumenten aus? Welche ViewId muss ich für welchen Layer übergeben?
Die Reihenfolge der einzelnen Layer eines Dokuments ist durch das BMU-Schema festgelegt. Diese Layerabfolgen werden in den Grafiken "Layerabfolge_BGS", "Layerabfolge_UNS", "Layerabfolge_FR", "Layerabfolge_EN" und "Layerabfolge_SN" beschrieben. Diese sind ebenfalls im "Modawi 2009 Handbuch - Integration" nachzulesen.
Layerabfolge "BGS". Hier finden Sie eine vergrößerte Darstellung.

Layerabfolge "UNS". Hier finden Sie eine vergrößerte Darstellung.

Layerabfolge "FR". Hier finden Sie eine vergrößerte Darstellung.

Layerabfolge "EN". Hier finden Sie eine vergrößerte Darstellung.

Layerabfolge "SN". Hier finden Sie eine vergrößerte Darstellung.

Wie werden die Prüfziffern berechnet?
- Jedes Zeichen der zu prüfenden Zeichenkette wird in seinen ISO-8859-1-Code verwandelt.
- Der erhaltene Zahlenwert wird für alle ungeraden Positionen in der Zeichenkette mit dem Faktor 1 multipliziert, für alle geraden Positionen mit 5 (die Positionen werden in der Zeichenkette von links durchgezählt, beginnend mit Positionsnummer 1).
- Vom resultierenden Produkt wird die Quersumme berechnet.
- Die Quersummen aller Zeichen werden summiert.
- Die resultierende Summe wird mit dem Modul 10 in einer Modulo-Operation verrechnet (Wertebereich des Resultats ist 0 bis 9).
- Das Ergebnis der Modulo-Operation wird vom Wert 9 subtrahiert. Die resultierende Differenz ist die Prüfziffer (Wertebereich 0 bis 9).
Eine genauere Beschreibung findet sich in der Dokumentation zur Schnittstelle: http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/downloads/doc/39056.php.
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